Fressgewohnheiten
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Leider ist es nicht immer möglich, mit 100%tiger Sicherheit zu sagen, wann und in welchen Abständen Karpfen an bestimmten
Gewä;ssern fressen.Nicht alle Karpfen fressen unter idealen Bedingungen und nicht alle hören bei schlechten damit auf, bzw.
schränken sie ein. Damit will ich sagen, das sie zu bestimmten Zeiten einfach berechenbarer sind, nicht aber in der Weise das man
voraussagen kann wie man sie am schnellsten und besten überlistet. Viele verschiedene Faktoren spielen hierbei eine große
Rolle.Der Angeldruck. Gerade in stark befischten Gewässern ist es sehr schwierig die Karpfen und deren Fressgewohnheiten genau
einzuschätzen. Wenn Karpfen immer wieder auf den gleichen Köder gefangen werden, beispielsweise auf Boilies, dazu vielleicht des
öfteren auf dem gleichen Platz, werden sie mit der Zeit ihre Fressgewohnheiten und Zugruten verändern. Das führt letztendlich
dazu, dass wir uns diesen Veränderungen anpassen müssen, um auf Dauer erfolgreich zu sein. Gerade in kleineren Gewässern, mit
hohem Angeldruck, kann es vorkommen, das es durch dieses hohe Futterangebot im Zeitraum mehrerer Tage und Wochen schnell
zu einer überfütterung der Karpfen kommt, was sich letztendlich negativ auf das Fressverhalten der Karpfen auswirken kann.
Deshalb ist weniger oft mehr
Der Köder. Ein weiter Grund der sich stetig veründerten Fressgewohnheiten, ist oftmals die Einfültigkeit der Köder. Wenn über
lüngere Zeit mit den gleichen Baits gefischt wird, beispielsweise Readys, kann es unter Umstünden vorkommen, das die Karpfen
mit der Zeit das Vertrauen in diesen Köder verlieren, was sich unter Umstünden auf die Fresslaune auswirken kann. Daher ist ein
abwechslungsreiches und ausgewogenes Futterangebot unumgünglich. Ich lege bei meinen Mixen hierbei, sehr großen Wert auf
ein ausgewogenes Proteinverhültniss, aber auch Ballaststoffe und Mineralstoffe stehen an erster Stelle.Man sollte aber immer
beachten, dass es auch andere, sehr attraktive Naturköder gibt. Hierbei rede ich von den zahlreichen verschiedenen Partikeln die
auf dem Markt erhültlich sind. Oft kann man mit einem guten, ausgewogenen Partikel-Mix mehr ereichen, als mit den besten
Boilies. Ich verwende grundsützlich ein Partikel-Mix, das ich zu jeder Fütterung mit verwende. Dieses besteht aus den Klassikern
der Partikel, wie Tigernuts, Erdnüsse, Maples und natürlich Mais. Um eine Überfütterung der Karpfen zu vermeiden, füttere ich
gerade an kleinen, viel befischten Gewüssern, immer öfters nur Partikel und erst am Angeltag kommen wenige Boilies hinzu.
Das Wetter. Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt, der das Fressverhalten erheblich beeinflussen kann, ist das Wetter, bzw. die
Jahreszeit. Obwohl Karpfen eigentlich das ganze Jahr über aktiv sind und fressen, gibt es doch sehr große Unterschiede in der
Nahrungsaufnahme. Da im Sommer das Nahrungsangebot um einiges größer ist als im Winter, ist es auch für den Angler
einfacher der Situation anzupassen. Gerade im Winter, wo das Futterangebot um einiges geringer ist, ist der Karpfen diesem
gegenüber um einiges misstrauischer als im Sommer, was es viel schwieriger macht sich den Gegebenheiten anzupassen. In
erster Linie ist die Nahrungsaufnahme um einiges geringer als im Sommer, da der Karpfen durch den eingeschrünkten Organismus
nicht so viel Energie benötigt. Deshalb ist es gerade hier wichtig, ein besonders nahrhaftes Futter anzubieten, wenn auch in
kleineren Mengen. Gerade jetzt kann ein vermeintlich guter Köder zeigen was er kann. Ich verwende in dieser Jahreszeit
ausschließlich Selfmade Köder, so habe ich die Möglichkeit, diesen den Bedingungen anzupassen
Die Platzwahl. Sicherlich nach der Lokation der wichtigste Punkt
überhaupt. Das beste Futter nützt nichts wenn der Platz nicht
stimmt. Meiner Meinung nach sollte man die Charakteristik des Sees
genau kennen, ja man muss diesen lesen können. Man sollte sich
niemals gedankenlos irgendwo niederlassen und sein Tackle
aufbauen, sondern genau wissen warum, weshalb, wieso, es genau
dieser Platz sein soll. Wührend im Sommer eher die flachen Stellen
mit warmem Wasser bevorzugte Plütze von Karpfen sind, ist es
gerade in der kalten Zeit, auch in tiefen Regionen immer einen
Versuch wert. Gute Plütze sind immer Kuhlen oder kleinere Platos.
Was zur optimalen Beurteilung eines Platzes beiträgt, ist natürlich das genaue ausloten. Die einfachste Methode hierfür, ist das
Echolot. Es sei aber gesagt das die Feststellung des Untergrundes mit unter genau so wichtig ist, wie die Feststellung der Tiefe, um
eine spütere, optimale Köderprüsentation zu gewührleisten. Hierzu gibt es natürlich verschiedene Methoden dies durchzuführen.
Am einfachsten geling dies mit der Benutzung eines Bootes. Damit kann man einfach mit einem schweren Blei, die Beschaffenheit
des Untergrundes feststellen. Sollte dies nicht vorhanden oder erlaubt sein, muss auf die altbewührte Schwimmermethode
zurückgegriffen werden.
Das Rig. Wichtiger als eh und je. Die richtige Wahl der Endmontage. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt. Wo man sich vor Jahren
noch mit einfachen No Knot Rigs begnügte, ist die Auswahl an Hacken und Vorfach Materialien heutzutage um ein vielfaches
größer. Angefangen bei Stiff Rigs, über Kombie Rigs bis hin zu den speziellen wie z.B. Flip Over, Drop Down oder Hinged Stiff
Rig.Meine persönlichen Favoriten hiervon sind:
1. Stiff Rigs, 25lb Lünge zwischen 10-15 cm. Verwendungsbereich hierfür: gerader, Hindernisfreier und fester Untergrund,
geeignet für Sinker.
2. Flip Over , 25lb ca. 30 cm. Verwendungsbereich hierfür: Pop Up Rig für krautreiche Stellen, aber auch als Snowman Rig sehr
effektiv.
3. Line Aligner, 15-25 lb, für Sinker.- und Pop Up Montagen aller Art.Zusammenfassend noch einmal zu erwühnen. Wichtig ist das
optimale Verhültnis und Zusammenspiel der vielen verschiedenen Einflüsse, wie Wetter, Futter, Platzwahl, und Angeldruck am See.
Optimal wird es nie sein, aber es kommt immer darauf an, was man daraus macht.
Habt Mut zu Neuem, den dies ist immer öfter der Schlüssel zu Erfolg.
Uwe Rothardt
Karpfenfischen,Karpfenangeln,Carp Fishing und Uwe Rothardt
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